Günstige Stromanbieter


Alternative Stromanbieter

Seit der Abschaffung des Strombelieferungs-Monopols Ende der 1990er Jahre und der damit einhergehenden Gründung vieler neuer Stromanbieter gibt es von Jahr zu Jahr mehr Angebote zum Bezug reinen Ökostroms. Der wohl bekannteste und überzeugendste Ökostrom-Anbieter ist die Umweltschutz-Organisation Greenpeace. Da die Ökostrom-Anbieter schon kurz nach ihrer Markteinführung trotz teurerer Stromtarife erste Erfolge verzeichnen konnten, entdeckten auch die großen Stromerzeuger diesen Markt für sich, so dass inzwischen alle großen Anbieter ebenfalls mindestens einen Tarif für reinen Ökostrom vorhalten.

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Ökostrom besteht ausschließlich aus regenerativen Energiequellen und wird mit umweltfreundlicher, also CO2-neutraler Technologie erzeugt. Dabei ist auch zu beachten, dass selbst durch die Stromerzeugung aus natürlichen Elementen keine ökologischen Begleitschäden entstehen dürfen. In Deutschland stammt Ökostrom hauptsächlich aus Wind- und Wasserkraftwerken sowie zu einem geringeren Anteil aus Solarkraftwerken und Photovoltaik-Anlagen. Weniger interessant ist die Stromerzeugung aus Erdwärme, da nur in wenigen Regionen die dafür erforderlichen geologischen Bedingungen erfüllt werden. Ebenfalls noch nicht sehr weit verbreitet ist die Stromgewinnung aus Biogas und Biomasse. Inzwischen befindet sich in Deutschland auch ein erstes Hybridkraftwerk im Bau, das Wind, Biogas und Wasserstoff kombiniert einsetzt und dabei nicht nur Strom, sondern auch Wärme und ökologischen Treibstoff erzeugt.

Im weitesten Sinne zählen auch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Form von gasbetriebenen Blockheizkraftwerken sowie Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplungen zu den Ökostrom-Erzeugern. Da sie aber noch immer einen fossilen Brennstoff zur Energiegewinnung einsetzen, wenn auch in geringeren Mengen als konventionelle Kraftwerke, kann man diesen Strom nicht als reinen Ökostrom bezeichnen.

Die Preise für Ökostrom sind in der Regel etwas höher, als die für konventionellen Strom aus Atomkraftwerken und der Verwendung fossiler Brennstoffe. Aufgrund höherer Absatzzahlen haben sich die Preise aber in den letzten Jahren schon stark an die des konventionellen Stroms angenähert. Die Kilowattstunde reinen Ökostroms ist je nach Region durchschnittlich zwischen 2 und 4 Cent teurer, als herkömmlicher Strom. In einigen Regionen bieten aber große Stromerzeuger schon Ökostrom-Tarife an, die sich im Preis nicht einmal mehr vom konventionellen Strom unterscheiden. Häufig sind die Nebenkosten bei den konventionellen Stromtarifen aber höher, als die der Ökostrom-Anbieter, so dass sich die Preisdifferenz auf ein Jahr bezogen nochmals verringert. Durchschnittlich bezahlt ein Vierpersonenhaushalt in einem kleinen Einfamilienhaus rund 100 Euro mehr im Jahr für die Verwendung von Ökostrom. Für überzeugte Umweltschützer stellt diese Preisdifferenz keine unüberwindbare Hürde dar.